I Ging (Yi Jing) - das Buch der Wandlungen
Nicht nur in China befragen die Menschen seit mehreren Tausend Jahren das I Ging, wenn sie vor einer wichtigen Entscheidung stehen, eine Lösung für ein Problem suchen oder die
kosmischen Zusammenhänge besser begreifen wollen.
Man muss weder besonders weise noch belesen sein, um das I Ging im täglichen Leben zu nutzen. Wie’s funktioniert und was man dazu braucht, verraten wir Ihnen hier.
Das Buch der Wandlungen ist der älteste der klassischen chinesischen Texte. Um seine Entstehung ranken sich eine Reihe von Mythen und Legenden. Die wohl bekannteste besagt,
dass der legendäre erste Kaiser Fu Hsi vor etwa 5000 Jahren den Grundstein zum heutigen I Ging gelegt hat, in dem er die Grundsätze von Yin und Yang und die acht Trigramme festgelegt hat. Die 64
Hexagramme, wie wir sie heute kennen, stammen wohl aus dem Anfang der Zhou-Dynastie um 1150 vor Christus, die Originalkommentare schreibt man Konfuzius oder einem seiner Schüler zu.
Die Acht Trigramme

Sie bilden die Grundlage der 64 Hexagramme des I Gings. Jedes Trigramm besteht aus 3 Linien. Eine durchbrochene Linie
steht für das Yin, während eine ungebrochene Linie das Yang symbolisiert. Jedes der Trigramme repräsentiert eine der lebendigen Kräfte des Universums.
Nicht nur beim I Ging spielen die acht Trigramme übrigens eine entscheidende Rolle. Sie finden außerdem Anwendung im
Feng Shui, Qi Gong und zahlreichen anderen taoistischen Praktiken.
Je zwei Trigramme bilden übereinander dargestellt ein Hexagramm. Aus den 8 Trigrammen ergeben sich 64 verschiedene Kombinationsmöglichkeiten.
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