Zubereitung
Man muss nicht ‚chinesisch’ kochen, um die Fünf-Elemente- Küche zu genießen!
Für all diejenigen, die deshalb bislang davor zurückgeschreckt sind, sich nach den Fünf Elementen zu ernähren, sei gesagt, dass sich eigentlich jede Speise von der Hausmannskost bis zum Fünf-Sterne Menü nach dieser Lehre zubereiten lässt. Heimische Kräuter ersetzen recht problemlos ihre chinesischen „Verwandten“. Frisches Bio-Gemüse hat sicher mindestens genauso gesundheitsfördernde Eigenschaften wie so manche exotische Zutat, die einen langen Weg hinter sich bringen musste, um auf unseren Tisch zu gelangen.
Yangisieren/yinisieren
Während der kühleren Jahreszeiten kann man der eigentlich erfrischende Wirkung eines Nahrungsmittels durch eine Wärme erzeugende Garmethode oder die Verwendung heißer oder wärmender Gewürze entgegenwirken. Diesen Vorgang bezeichnet man als yangisieren.
Vor allen in den Sommermonaten kann es dagegen durchaus Sinn machen, die erwärmende Wirkung der Speisen zu reduzieren oder die abkühlende Wirkung zu verstärken, sie also zu yinisieren.
| … wenn uns kalt ist… ‚yangisieren’ | … wenn uns heiß ist… ‚yinisieren’ |
| Warme Speisen & Getränke | Erfrischende Getränke (aber niemals aus dem Kühlschrank!) |
| Verwendung von Nahrungsmitteln aus den Bereichen heiß /warm (siehe Lebensmitteltabelle) | Verwendung von Nahrungsmitteln aus den Bereichen kalt / erfrischend (siehe Lebensmitteltabelle) |
| Verwendung von wärmenden Kräutern & Gewürzen | Verwendung von Obst, Südfrüchten und kühlenden Gemüsesorten |
| Braten, grillen, schmoren, räuchern | Blanchieren, dünsten, mit wenig Wasser kochen, |
| Kochen/backen im Ofen, Kochen mit Alkohol | Kochen mit wenig oder ohne Fett |
| Lange Kochzeiten | Kurze Kochzeiten, ungekochtes |
| Suppen und Eintöpfe, Fleisch in kleinen Mengen | Algen als Gemüse, Rohkost, Keimlinge, Obst, Südfrüchte, Nachtschattengewächse |
Schon wenn wir die Zutaten für die Mahlzeit vorbereiten, können wir einzelne Elemente betonen. Schneiden oder raspeln wir Gemüse zum Beispiel in schmale Streifen, entspricht die Form dem Holz-Element. In spitze, dreieckige Formen geschnittene Zutaten bekommen dagegen einen Feuer-Charakter. Quadratische oder rechteckige Kartoffel- oder Fleischwürfel entsprechen eher dem Erd-Element, während runde oder Spiralformen eher dem Metall entsprechen. Unregelmäßige Stücke oder auch Püriertes kommt mit seiner unbestimmbaren Form am ehesten dem Wasser-Element nahe.
Kochstil
Auch der Kochstil hat einen Einfluss auf die Elementequalität der Mahlzeit. Rohes, kurzgekochtes oder blanchiertes entspricht am ehesten der lebendigen, ständig wachsenden Holz-Energie. Suppen und Eintöpfe haben sicher einen höheren Anteil Wasser-Element als Gegrilltes, das über eine recht starke Feuer-Energie verfügt. Überhaupt haben alle yangigen Zubereitungsarten den Effekt, das Feuer-Element in der Speise zu verstärken. Im eigenen Saft gegarte Gerichte, sanft und lange Geschmortes haben dagegen eine recht starke Erd-Komponente. Austrocknende Zubereitungsarten wie backen oder einkochen zählt man zum Metall-Element; garen im Wasserbad, einweichen oder in Wasser anrühren verstärken das Wasser-Element.



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